Labor

Labor für Metabolomik

 

Metabolomik definiert sich durch einen innovativen und ganzheitlichen Ansatz in der Analyse von Stoffwechselprodukten – sogenannten Metaboliten – eines betrachteten Organismus. Durch die intelligente Auswertung der Analyseergebnisse kann auf den physiologischen Zustand des betrachteten Organismus geschlossen werden.

Geforscht wird am Institut Biomedizinische Analytik an der Entwicklung von einschlägigen analytischen Verfahren für Leitmetabolite, um die Auswirkung oxidativer Stressparameter auf Proteine, Nukleinsäuren und Lipide aufzuzeigen. Im Speziellen ist das Labor für Metabolomik ausgerichtet auf analytische Fragestellungen im Umfeld der

  • Ultrahochdruckflüssigkeits-Chromatographie – Massenspektrometrie (UHPLC-MS/MS) und
  • Gaschromatographie- Headspace – Massenspektrometrie (GC-HS-MS/MS) – ausgerichtet.

Dabei werden Fragestellungen im Bereich der Pharma-, Lebensmittel- und Metabolomics-Forschung adressiert.

Forschungsschwerpunkte

In Kooperation mit Universitäten und Industrie stehen zwei Forschungsbereiche im Vordergrund.

Entwicklung von quantitativen Analyseverfahren für Biomarker des oxidativen Stresses und Metabolismus von biologischen Prozessen:

Umweltfaktoren und Lifestyle haben einen enormen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung. Die Schwere dieser Auswirkungen sowie deren Phänomenologie werden durch die simultane Erfassung von Biomarkern im Bereich der Oxylipins und Nukleinsäuren erforscht.

Identifizierung und Quantifizierung von Extractables und Leachables aus Verpackungsmaterialien von Lebensmittel und Getränken wie auch pharmazeutischen Verpackungen

Diese können in das jeweilige Produkt migrieren beziehungsweise mit dem Produkt in Wechselwirkung treten und metabolisieren. Die Risikobewertung und -minderung von Extractables und Leachables aus Verpackungsmaterialien für Lebensmittel und medizinische Behälter von Arzneimitteln stellt eine erhebliche Herausforderung für Aufsichtsbehörden und Hersteller dar. Neben der analytischen Anforderung im Zusammenhang mit der Identifizierung und Quantifizierung von migrierenden Verpackungskomponenten müssen auch nachteilige biologische Effekte der einzelnen chemischen Strukturen und Metabolite berücksichtigt werden. Verbindungen wie zum Beispiel Weichmacher (Bisphenol A, Phthalate, ...) oder andere Polymerzusätze, welche im Herstellungsprozess von Verpackungsmaterialien Verwendung finden, stehen als endokrin wirksame Substanzen in Verdacht, das humane Immunsystem und somit den regulatorischen Prozess im Körper zu beeinflussen.

Um die Migration und den Einfluss dieser empfindlichen und instabilen Substanzen zu studieren, wird ein multidimensionales Screening-Modell entwickelt, um in Kombination mit selektiven und quantitativen Nachweistechniken sowohl leichtflüchtige, semi-flüchtige als auch nichtflüchtige Verbindungen simultan zu detektieren.

Das umfangreiche Portfolio des Labors steht Studierenden, Lehrenden und zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Bildung zur Verfügung.