Projekt

Bauernhof 21

Kleinbauernhof im 21. Jahrhundert: Stadt – Land neu belebt.

 
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Ziel des Projekts Bauernhof 21 ist es, den traditionellen Kleinbauernhof zukunftsfit für das 21. Jahrhundert zu machen und als Lebensmittelnahversorger im städtischen Umfeld zu stärken.

Wie können städtisches Umfeld und kleinstrukturierte steirische Landwirtschaft voneinander profitieren?

Zum einen ist der Trend zur Urbanisierung eine Herausforderung für die Lebensmittelversorgung. Zum anderen ist die traditionell klein strukturierte Landwirtschaft mit dem sogenannten Bauernsterben und der Tendenz zu industrialisierten landwirtschaftlichen Großbetrieben konfrontiert.

Im inter- und transdisziplinären Projekt Bauernhof 21 werden Methoden der Sozialwissenschaften und Partizipation mit der kulturellen und kunsthistorischen Perspektive der Architekturwissenschaften und den Expertisen aus Biowissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung verknüpft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Kleinbauernhöfen im Umland von Graz.

Zu Beginn geht es daher um einen Überblick und um ein gemeinsames Bild der aktuellen Situation der Lebensmittelproduktion, der sozio-ökonomischen, räumlichen und baulichen Strukturen und der Bedürfnisse von bäuerlichen Akteurinnen und Akteuren.

Denken an und für die Zukunft

Für den Acker- und Gemüsebau (< 5 ha) im Umland von Graz werden innovative Konzepte und Ansätze, wie zum Beispiel Microfarming, Market Gardener, Foodcoops, Community-Supported-Agriculture (CSA), frugale Technologien, neue Organisations-, Kooperations- und Geschäftsmodelle und multifunktionale Hofarchitektur, auf den Prüfstand gestellt. Außerdem werden bedürfnisorientierte Good-Practice-Beispiele für die Bereiche Lebensmittelproduktion, Arbeiten und Wohnen, Kooperations- und Geschäftsmodelle, Gebäude und Raumplanung aufbereitet.

Bauernhof neu denken und ausprobieren

Ein bis zwei Pilotbauernhöfe werden mittels Fallstudie und interdisziplinärer Winterschool bei der beispielhaften Anpassung und Umsetzung begleitet. Ein abschließender Fachworkshop verbreitet die Erkenntnisse und evaluiert die Transferpotenziale, um mit sozialen Innovationen und übertragbaren kleinräumigen Bauernhofmodellen die Stadt-Land-Beziehungen für eine Lebensmittelnahversorgung zu stärken.

Interviews und Fokusgruppen (April bis September 2017)

Wir möchten mit Ihnen diskutieren, was bäuerliche Lebensqualität ausmacht, was für das Arbeiten und Wohnen im Alltag wichtig ist und welche Wirtschaftsmodelle vorstellbar sind. Wir freuen uns auf Sie! Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

Bestandsaufnahme auf Höfen (April bis September 2017)

Auf drei bis sieben ausgewählten Höfen in der Region werden die vorhandenen Gebäude und genutzten Flächen analysiert und mögliche Weiterentwicklungen beleuchtet.

Pilotstudie mit Projektwoche (Oktober 2017 – August 2018)

Eine bis zwei Bauernhöfe werden begleitet und Konzepte praxisnah angepasst. Die in der Projektwoche (Winterschool vom 05. bis 09.02. 2018) von Studierenden entwickelten Vorschläge werden von einer Jury bewertet und gemeinsam mit den Pilothöfen weiterverfolgt.