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Die individuell richtige Ernährung ist ein wichtiger Faktor für ein gesundes und beschwerdefreies Leben im Alter. Das Projekt DIAFIT erforschte, wie ältere Menschen durch eine digitale Ernährungsassistenz, die als interaktives Terminal in die Küche integriert ist, in einer gesunden Lebensweise unterstützt werden können.

Das persönliche Küchenterminal

Was, wenn man aus Gesundheitsgründen auf seine Diät achten muss, die Diätologin aber nicht greifbar ist, wenn man in der Küche steht? – Das Projekt DIAFIT hat ein Küchenterminal entwickelt, das in dieser Situation Abhilfe schaffen kann und insbesondere SeniorInnen beim Kochen unterstützen soll. Das DIAFIT-Terminal besteht aus einem standardisierten Küchen-Einbaumodul, das mit einer Kamera, einer Küchenwaage und einem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgestattet ist. In seinem Inneren verbirgt sich ein Computer, der unter anderem mit Infos über 16.000 Lebensmittel und den entsprechenden Ernährungswerten gefüttert ist.

Die Kamera erkennt die Lebensmittel oder liest deren Barcode ein, die Waage ermittelt deren Gewicht. Im Hintergrund protokolliert und analysiert die diätetische Software von DIAFIT die Nährwerte in Bezug auf individuelle tägliche Ernährungsanforderungen und entwirft geeignete Empfehlungen zur sinnvollen Korrektur oder Ergänzung, um eine adäquate Ernährung sicherzustellen.

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Foto: FH JOANNEUM

Menüvorschläge und andere Empfehlungen

„Im Küchenterminal können die Ernährungsbedürfnisse und der Gesundheitszustand einer Person hinterlegt werden, beispielsweise ob jemand Diabetes-Typ-2 hat oder mit Altersübergewicht kämpft. Diesen Eingaben entsprechend gibt unser Prototyp individuelle Ernährungs-, aber auch Bewegungsempfehlungen“, erklärt Projektleiter Walter Scheitz. Das System bietet ganze Menüvorschläge ebenso an wie Empfehlungen zur sinnvollen Korrektur oder Ergänzung eigener Lieblingsrezepte.

Hoher Spaßfaktor

Unter Einbindung einer Testgruppe von SeniorInnen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren wurde der Prototyp des DIAFIT-Terminals in der Schauküche eines Küchenherstellers getestet. „Das Testkochen hat gezeigt, dass der Einsatz des Terminals zwar etwas gewöhnungsbedürftig ist, insgesamt für die Testpersonen aber einen hohen Spaßfaktor aufweist“, fasst Walter Scheitz die Ergebnisse zusammen. Bei entsprechendem Interesse von Unternehmen kann das Modul zur Marktreife geführt werden.Zudem kann auch eine mobile Version für Tablets und Smartphones realisiert werden. Damit kann die Ernährungsassistenz jederzeit auch im Supermarkt oder im Restaurant zur Verfügung stehen.