Bewegung ermöglichen – der ultraleichte Rollstuhl
Foto: Ana Lagger

Bewegung ermöglichen – der ultraleichte Rollstuhl

Eva-Maria Kienzl,

Fünf oder 20 Kilogramm sind ein großer Unterschied. Gerade wenn man auf ein Gerät im täglichen Leben angewiesen ist. Am Institut Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering wird daher an einem ultraleichten Rollstuhl gearbeitet.

Carbon, Aramid, Aluminium und Stahl ergeben zusammen einen rund fünf Kilogramm schweren Rollstuhl. Zum Vergleich: In Krankenhäusern schieben die Patientinnen und Patienten neben ihrem eigenen Körpergewicht üblicherweise 20 Kilogramm. Zu dieser Differenz kommt es durch Ultraleichtbau. Dabei werden Materialien besonders effizient eingesetzt und die Eigenschaften des jeweiligen Materials bestmöglich ausgenützt.

Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung die eigene Mobilität zu erleichtern ist die Idee hinter diesem Projekt, das von vier Master-Studierenden von „Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering“ umgesetzt wurde. Ihr Wissen zur Konstruktion und Fertigung im Ultraleichtbau haben sie zuvor schon in einem ganz anderen Bereich eingesetzt: nämlich bei der Entwicklung eines Boliden für die Formula Student.

Durch die konsequente Verbesserung der Konstruktion und der Materialauswahl konnte das Gewicht in einem zweiten Rollstuhl nochmals reduziert werden. Auch um das Sponsoring kümmerten sich die Studierenden. Mit dem Bau der zwei Rollstühle soll das Projekt noch nicht zu Ende sein. Für eine Weiterführung gibt es mehrere Möglichkeiten: von der Verwendung in Flugzeugen bis hin zum Einsatz elektronischer Antriebe.

Tipp:

Die Special Olympics sind der größte Sportbewerb für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Anlässlich der World Winter Games 2017 in der Steiermark berichten wir in der Blogreihe „Inklusion an der FH JOANNEUM“ über das Engagement von Studierenden und MitarbeiterInnen und über Projekte rund um das Thema Inklusion.

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