Pressemitteilung

#Career2017plus – das neue Dienstrecht der FH JOANNEUM

 

Jetzt ist es unter Dach und Fach: Das neue Dienstrecht der FH JOANNEUM wurde bei der Betriebsversammlung am 24. November 2016 vorgestellt. Zwei Jahre wurde verhandelt, ab 2017 gelten die neuen Regelungen ¬– vorbehaltlich des Beschlusses des Aufsichtsrats und der Genehmigung der Generalversammlung.

„Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, der auf den unterschiedlichen Arbeitsmärkten konkurrenzfähig ist. Es ist uns wichtig, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Haus zu binden und neue, hochqualifizierte Kräfte dazuzugewinnen. Ich bin überzeugt: Dieses neue Dienstrecht ist dafür der beste Weg“, erklärt Günter Riegler, kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM, die Motive von #Career2017plus.

„Eine qualitativ hochwertige hochschulische Lehr- und Forschungstätigkeit an der FH JOANNEUM erfordert hohe fachliche Kompetenzen, Berufserfahrung und eine adäquate Darstellung der Funktionen und Aufgaben. Deswegen war es uns ein wichtiges Anliegen, ein modernes, faires, transparentes und hochschuladäquates Funktionen-, Karriere- und Gehaltsmodell zu schaffen. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen“, so Rektor Karl Peter Pfeiffer.

„Die letzten zwei Jahre haben Betriebsrat, Geschäftsführung, Eigentümer und die Gewerkschaft produktiv verhandelt. Das Ergebnis ist ein sehr gutes, das für die Anforderungen einer Fachhochschule maßgeschneidert ist, um eine hohe Qualität der Lehre und Forschung weiterhin sicher zu stellen“, sagt Landesrat Christopher Drexler zu dem neuen Dienstrecht der FH JOANNEUM.

Die wichtigsten fünf Neuerungen im Überblick

1.) Hochschulisches Karrieremodell Lehre & Forschung: Der Karrierepfad von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin beziehungsweise dem wissenschaftlichen Mitarbeiter zur / zum Associate-ProfessorIn ist nun klar geregelt, nachvollziehbar und planbar. Akademische Voraussetzungen, wie beispielsweise das Doktorat, Forschungspublikationen und Lehrtätigkeit, sind Parameter auf diesem Karriereweg. Diese Neuerung folgt dem Anspruch der FH JOANNEUM, sich als Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit Universitäten und anderen technischen Hochschulen messen zu können.

2.) Das neue Karriere- und Gehaltsmodell: Vorhersehbarkeit, Planbarkeit und Transparenz haben auch bei den neuen Karriere- und Gehaltsmodellen oberste Priorität. Es ist nun offengelegt, was für den nächsten Gehalts- oder Karrieresprung erforderlich ist. Während der jährlichen MitarbeiterInnengespräche können so auch klarer der gemeinsame Weg geplant und Ziele für die nächsten Jahre formuliert werden.

3.) Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit war ein weiteres wichtiges Thema der Verhandlungen. Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung, Altersteilzeit oder die Nutzung des sogenannten Papamonats werden im Dienstrecht neu geregelt.

4.) Der Wechsel in das neue Dienstrecht erfolgt freiwillig. Alle MitarbeiterInnen werden in den nächsten Monaten ein konkretes Angebot diesbezüglich erhalten. Ziel ist es, Ungleichbehandlungen, die sich über die Jahre entwickelt haben, aus der Welt zu schaffen.

5.) Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen: MitarbeiterInnen werden künftig noch besser unterstützt, wenn sie sich für eine Höherqualifizierung durch Weiterbildung entscheiden. Mit #Career2017plus gibt es Sonderurlaube von einer Woche für die Erstellung von Master-, Diplom- oder Doktor-Arbeiten. Auch zur Vorbereitung für das Rigorosum wird eine Woche Sonderurlaub genehmigt.

Als Arbeitgeber legt die FH JOANNEUM darauf wert, dass sich die Interessen der Hochschule mit jenen der MitarbeiterInnen decken. Ein zufriedenes, erfolgreiches und motiviertes Team war schon immer und ist auch in Zukunft die Hauptzutat des Erfolgsrezepts der Hochschule. Dieses Team hält auch zusammen: Im Rahmen von #Career2017plus wird ein Solidaritätsfonds für MitarbeiterInnen in finanziell schwierigen Situationen eingerichtet.

Foto: FH JOANNEUM
Bei der Betriebsversammlung am 24. November 2016 wurde das neue Dienstrecht vorgestellt.

v.l.n.r. Franz Gosch (Verhandlungsleiter, AK-Vizepräsident), Günther Witamwas (Aufsichtsratsvorsitzender), Martin Gössl (Koordinator Gleichbehandlung und Vielfalt, Projektleiter), Günter Riegler (kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM), Wilhelm Zugaj (Betriebsrat), Karl Peter Pfeiffer (Rektor und Geschäftsführer der FH JOANNEUM), Peter Salhofer (Betriebsratsstellvertreter), Kaja Unger (Betriebsratsvorsitzende), Landesrat Christopher Drexler, Norbert Schunko (Geschäftsführer der GPA-djp) und Peter Reininghaus (Leiter Personal und Recht, Projektleiter).