Forschungsschwerpunkt

Healthy Ageing – Ambient Assisted Living

 

Assistive Technologien in den eigenen vier Wänden können für viele Menschen eine Alternative zum Pflegeheim sein. Die Forschungsfelder des Schwerpunkts reichen von Smart-Home-Applikationen, die bei der Verrichtung der Tätigkeiten des täglichen Lebens unterstützen, über sensorunterstütztes Monitoring und Fernüberwachung von chronisch Erkrankten bis hin zum Pflegeroboter.

Der Bedarf an Pflegeeinrichtungen steigt ständig. Betreuungsmöglichkeiten für pflegebedürftige Personen beziehungsweise deren Angehörige zu finden wird immer schwerer. Einerseits sollen diese leistbar sein und andererseits ein menschenwürdiges Altern ermöglichen.

RFID-basierte Unterstützung bei der Medikation, Monitoring der wichtigsten Vitalparameter, Unterstützung bei der Ernährung durch intelligente Diätsysteme, Sturzerkennung und Überwachen der Schlafaktivitäten sind nur einige der konkreten Anwendungsfelder, die den Menschen dabei unterstützen, so lange wie möglich selbstständig zu Hause zu blieben. Naturgemäß hat dabei die zweckmäßige Ausrichtung der Mensch-Maschine-Kommunikation große Bedeutung. Es ist das gesamte Methodenspektrum der Usability anzuwenden.

Für die sehr komplexe Betreuungssituation mit Angehörigen und pflegerischem sowie medizinischem Fachpersonal ist die rein ingenieursmäßige Betrachtung des Problems zu kurz gegriffen. Fragen der Adhärenz und Partizipation müssen gleichermaßen behandelt werden. Dies macht das Forschungs¬feld interdisziplinär und spannt den Bogen von angewandter Informatik bis hin zur Pflegewissenschaft und Sozialarbeit.